AGEM - Arbeitsgemeinschaft Ethnologie und Medizin

Curare | Zeitschrift für Medizinethnologie | Journal of Medical Anthropology

Die Curare ist eine seit 1978 bestehende Zeitschrift für Medizinethnologie mit doppelblindem Begutachtungsverfahren, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Ethnologie und Medizin – AGEM. Beiträge werden auf Deutsch & English veröffentlicht. Der Wechsel in eine Open Access Journal erfolgte 2024 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Alle Ausgaben ab 2018 werden veröffentlicht auf www.curarejournal.org. Die Ausgaben von 1978–2017 sind abrufbar  auf dem Digitalisierungsserver des FID SKA - Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie unter www.evifa.de/curare-journal. Weiterhin wird eine Druckversion zur Verfügung stehen, die seit 2022 im Reimer Verlag Berlin erscheint.

Online First

2025

Current Issue

48 (2024) 1+2
Schwerpunkt: Gender und Medizin
Hrsg. von Barbara Wittmann und Alena Mathis

Der Schwerpunkt erforscht historisch gewachsene und nachhaltend wirkende geschlechtsspezifische Ungleichgewichte in unseren medizinischen Strukturen und deren Einfluss auf den alltäglichen Umgang mit Krankheit und Gesundheit. Die Beiträge schließen an Erkenntnisse von kritisch-feministischen Initiativen und der Frauengesundheitsbewegung an. Sie fragen danach, warum Menschen abhängig vom Geschlecht unterschiedlich krank werden und wie mit diesen Erkrankungen aufgrund spezifischer soziokultureller Prägungen umgegangen wird. Historische Entwicklungen werden nachgezeichnet und darauf aufbauend aktuelle Bedingungen genderbezogener Machtverhältnisse untersucht. Der Begriff der „Gender-Medizin“ soll marginalisierte Perspektiven in den Fokus zu rücken, um die Betrachtung des cis-männlichen Körpers als medizinisch-pharmazeutische Norm zu überwinden, und ein neues Verständnis und einen Umgang mit Ungleichheiten in der klinischen Versorgung zu erreichen. Dabei soll die eurozentrische Blickverengung (selbst-)kritisch reflektiert werden, um die selten thematisierten kolonialen Auswirkungen der „medizinischen Expansion“ zu beleuchten. Wie die Beiträge dieser Ausgabe zeigen, ist „Gender-Medizin“ in vielen Teilen des medizinischen Betriebs noch eine Utopie bzw. ein „Nicht-Raum“. Die Curare-Redaktion ist froh darüber – in Abwesenheit eines Ortes, an dem die Medizin so praktiziert wird, wie es sich die Autor*innen und Forschungspartner*innen wünschen –, zumindest einen Denk-Raum eröffnen zu können. Wir hoffen, dass damit die Weiterentwicklung der Medizin hin zu einem inklusiveren und gerechteren Projekt anstoßen werden.

Aktuelle Ausgabe

47 (2024) 1+2 | Gender und Medizin
					Ansehen 47 (2024) 1+2 | Gender und Medizin

Themenschwerpunkt hrsg. von Barbara Wittmann & Alena Mathis

Veröffentlicht: 2026-02-05

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